
Anmerkungen zur Ausstellung „Mit FOTOgrafischem Blick“ – 2025
In der Bildserie dieser Ausstellung, die sich auf verschiedene Motive bezieht, gehe ich ausschließlich mit s/w-Fotografien der Frage nach, welche Elemente des grafischen Gestaltens sich in unserer Umwelt optisch wiederfinden lassen. Das heißt, welche unserer Wahrnehmungen letztlich auf grafischen Strukturen gründen, die somit auch unser ästhetisches Empfinden beeinflussen. Auch wenn es für den Begriff der Grafik keine allgemeingültige Definition gibt, wird in der Literatur doch immer wieder darauf hingewiesen, dass sich Grafiken über die Bildelemente: Linie (mit der Sonderform des Punktes), Fläche und Kontrast beschreiben lassen. Dem Nachspüren dieser Merkmale in der Umwelt folgen die Arbeiten in diesem Bereich. Dabei können sie über das einzelne Bild hinaus das Interesse am Erkennen der Ästhetik von Umweltstrukturen, wie z.B. der eines Raumecks oder der eines scheinbar vergessenen Kabels wecken. Somit kann eine Sensibilisierung der Wahrnehmung beim Betrachter erfolgen, die ihm ihrerseits wiederum eine differenziertere Umweltwahrnehmung ermöglicht und über die Ausstellung hinausreicht.
Zum Schluss:
„Das Schauen der Bilder spricht viele Bereiche unserer Seele an, nicht nur den Verstand, sondern vor allem auch die Emotionen.“ (Anselm Grün; Eine Brücke zum Himmel, München 2020, Seite 152)
(Jürgen Ritter im Februar 2025)
Ausgabe 12.02.2025
Pressebericht zur Finissage (Südkurier 26.09.2025)

